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Neulich bei einer Stadtführung: Rentner contra Digital Native

Kleine Gruppe trottet hinter dem Stadtführer durch eine Friedhofsanlage

Alle etwas müde von der Hitze. Eine junge Frau bedrängt den Stadtführer unermüdlich mit Detailfragen.

“Stimmt es daß… bla bla”, “Was kostet ein Platz…” ,”Was kostet ein Mausoleum…”

Es ist nicht so ganz klar ob die Fragen dem Selbstdarstellungsbedürfnis oder der Neugier dienen.

Der Stadtführer ist routiniert gelassen.

Ein älterer Herr weniger:

Er, freundlich: “Das können Sie doch im Internet nachlesen”

Sie: “Wo?”

Er: “Im Internet, googeln se den Friedhof und oder gehen sie über berlinonlinde”

Sie: “Ich hab kein Internet”

Er brummelt was von : “Dann wird es aber langsam Zeit!”

Digital Natives?

“Wir definieren eine neue Gruppe von Überfliegern ausschließlich anhand Ihres Geburtsdatums. Wer mit den neuen Medien aufgewachsen ist und diese scheinbar automatisch mit der Muttermilch verinnerlicht hat, der wird sich traumwandlerisch sicher in der neuen Informations- und Kommunikationskultur bewegen können. Im praktischen Alltag treffen wir jedoch sowohl auf den ignoranten Absolventen einerseits und den extrem aufgeschlossenen Vorrentner andererseits. Man darf bezweifeln, dass das Alter allein dafür verantwortlich ist, wie aufgeschlossen und kompetent in der Mediennutzung wir unserer Umwelt begegnen.”

via: http://www.projektmanagement20.de/enterprise-2-0-und-die-kuh-im-propeller/362/

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