Es gibt keine neuen Erkenntnisse oder wissenschaftlich seriösen Thesen in seinem Buch, dennoch ist es wichtig, weil es die Tür zu einem Dachboden öffnet, auf dem sich Manches angesammelt hat: Ängste, Falschinformationen, Mutmaßungen und jede Menge Projektionen. Manche seiner Beschreibungen treffen auch glatt zu – aber mit den von ihnen vermuteten Ursachen haben sie wiederum nichts zu tun.
Bei der Gelegenheit: So praktisch, simpel und banal für viele Anwender von Wikis der Vorteil einer Zusammenarbeit erscheint; es ist immer wieder verblüffend wie manche Anwenderprojekte hier scheitern.
Oder; die Kehrseite der Medallie ist dass Wikis schnell eine gelegentlich erschreckende Transparenz hinsichtlich des tatsächlichen “Wissensmanagements” in einer Organisation herstellen.
Kennen Sie das Peter-Prinzip? 1969 formulierten Laurence J. Peter und Raymond Hull diesen Satz: “In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.” Welcher deutsche Politiker fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie den Satz lesen?
Die aktuell einfachste Methode, sich informativ zu exponieren, ist, die “eigenen” Informationen aus dem Projekt Google Street View löschen (“verpixeln”) zu lassen
demnächst werden sich die Auseinandersetzungen nicht mehr um zwei Jahre alte Fotos von Fassaden und Vorgärten drehen, sondern um technologische, internetgestützte Entwicklungen zur Ortung (à la Facebook Places), Gesichtserkennung und Vorhersagbarkeit von menschlichem Verhalten auf Basis von Algorithmen. Wie sich für all das konstruktive Rahmenbedingungen schaffen lassen sollen, wenn im Unterbewusstsein permanent die Angst nagt, ist mir ein Rätsel. Netzwertig:Digitalisierung/ Die deutsche Angst
Netzsperrengesetz, Nacktscanner, biometrischer Ausweis, ELENA, digitale Krankenversichertenkarte, SWIFT-Abkommen, Microzensus – alles kein Problem.
Aber ausgerechnet bei Facebook & Street-View entdeckt die Politik plötzlich ihr Gewissen für den Datenschutz und den Schutz der informationellen Grundrechte!
Gestern abend haben meine Frau und ich am Tisch sitzend über einiges diskutiert. Dann kamen wir auf Sterbehilfe zu sprechen. Zu dem sensiblen Thema, Wahl zwischen Leben und Tod, habe ich ihr gesagt:
“Wenn’s mal soweit kommen sollte – Lass mich nicht in einem solchen Zustand! Ich will nicht leben – nur von Maschinen abhängig und von Flüssigkeiten aus einer Flasche. Wenn ich in diesem Zustand bin, dann schalte bitte die Maschinen ab, die mich am Leben erhalten.”
Da ist sie aufgestanden, hat den Fernseher und den Computer ausgemacht und mein Bier weggeschüttet!